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Logbuch 2026: Was uns das Meer über Führung gelehrt hat

Autorenbild: Robert Kovar
Robert Kovar
vor 4 Tagen
4 Min. Lesezeit
Leinen los, Leinen fest: die Saison 2026
Leinen los, Leinen fest: die Saison 2026

Die Boote sind zurück in der Marina, die Segel sind trocken, das Logbuch ist voll. Zeit für einen ehrlichen Blick zurück.

2026 war ein Jahr, in dem wenig nach Plan lief und vieles besser als geplant. Von der FB2-Prüfungswoche im Mai bis zur MORExperience im Oktober waren Unternehmerinnen, Vorstände, GeschäftsführerInnen, BereichsleiterInnen und Sales-Profis mit mir an Bord. Die meisten Wochen starteten in Trogir, viele führten nach Hvar, Brač und in die Buchten dazwischen.

Was bleibt, sind nicht die Seemeilen. Es sind die Momente, in denen aus Einzelnen eine Crew wird. Genau davon erzählen unsere Logbuch-Einträge und die vielen Kommentare, die uns über das Jahr erreicht haben.


Acht Crews, acht Geschichten aus dem Logbuch 2026

FB2-Prüfungstörn, Mai. Eine Woche mit Kursberechnungen, MOB-Manövern bei auffrischendem Wind und Nachtfahrten, bei denen die Küste nur noch ein Lichterband war. Die zentrale Frage an Bord lautete jeden Tag: Wer übernimmt jetzt klar die Verantwortung? Alle Prüflinge haben bestanden. Ein Teilnehmer fasste es beim Abschlussessen so zusammen: „Man lernt auf See unglaublich viel über Navigation. Aber noch mehr über sich selbst.“

FUZI, LEADMIX und ECO, Mai. Drei Crews, drei Formate. Bei FUZI war das Deck die Sparringsfläche für Strategie und Selbstverständnis als Führungskraft. Bei LEADMIX wurden aus vier Persönlichkeiten eine Crew und bleibende Verbindungen. Und bei ECO zeigte sich: Auch ohne gebuchtes Coaching wird an Bord sichtbar, wer zuhört, wer anpackt und wer ruhig bleibt, wenn etwas nicht sofort funktioniert.

SAILExperience, Mai. Sportliches Segeln, ruhige Abendbuchten, eine Crew, die schnell zusammengewachsen ist. Für Marcus K. war es „ein kleines Reset für Kopf und Herz“.

SKADExperience, September. Geplant waren fünf, gesegelt sind wir zu dritt, auf 53 Fuß. Dazu kam eine Nachtfahrt, die nicht geplant, sondern notwendig war. Weniger Leute heißt: kein Back-up, jede Aufgabe muss sitzen, jede Ansage muss klar sein. Thomas P. schrieb danach, wie stark sich ein Team in einer extremen Situation entwickelt. Mehr Leadership-Lektion geht kaum.

HUMANExperience, Oktober. Schon der Start war ein Change-Projekt: Unser Boot war nicht voll seetauglich, wir sind auf die «Esther» umgestiegen. Danach Sonne, Wind und die Erkenntnis der Crew, warum so ein Törn jünger macht: Man wird wieder zum Lernenden.

Die ungewöhnlichste Woche des Jahres. Es wurde polarisiert, politisiert und viel über unsere Gesellschaft diskutiert. Die Frage, welchen MEERwert wir geben wollen, hat die Crew bis in einen eigenen Song getragen, mit KI komponiert. Nachzuhören im Logbuch.


Fünf Erkenntnisse, die wir mit an Land nehmen

  1. Der Plan ist ein Startpunkt, kein Versprechen. Ein Boot fällt aus, zwei Crewmitglieder fehlen, ein Flieger ist zu spät. 2026 hat gezeigt: Gute Führung wartet nicht auf besseren Wind, sie passt den Kurs an. Genau das ist die Kernthese unserer Signature-Übung „Kurs & Wind“.

  2. Entscheiden statt vertagen. Auf See gibt es kein „Wir besprechen das nächste Woche“. Wenn wir nicht entscheiden, entscheiden Wind und Wellen. Das gilt im Büro genauso, nur merkt man es dort später.

  3. Klarheit ist eine Form von Respekt. „Würdest du eventuell bitte …“ funktioniert nicht, wenn eine Untiefe naht. Kurze, klare Ansagen schützen Crew und Boot. Und sie machen Führung leichter, nicht härter.

  4. Die Nacht zeigt, wie ein Team wirklich funktioniert. Bei Nachtfahrten wird sichtbar, wie klar Kommunikation ist, wie ruhig entschieden wird und wie sehr man sich aufeinander verlässt. Für viele war das der Kern ihrer Woche.

  5. Führung ist Teamarbeit. Die stärksten Momente des Jahres entstanden dort, wo jede und jeder Verantwortung für den eigenen Bereich übernommen hat. Aus Fremden wurden Crews, aus Crews oft Freundschaften. Ein Segelteam ohne Frauen ist wie ein Boot mit nur einem Segel, und unsere gemischten Crews haben das 2026 eindrucksvoll bestätigt.

Oder, wie es eine Teilnehmerin der HUMANExperience formuliert hat: Man geht als Führungskraft an Bord und kommt mit dem Blick eines Entdeckers zurück.


Die Segel setzen 2027: Jetzt an Bord kommen

Die Herbstwochen 2027 sind bereits vollständig ausgebucht. Im Frühjahr sind noch Plätze frei, und die Budgets für 2027 werden gerade fixiert. Wer jetzt entscheidet, sichert sich Boot, Termin und Crew.

Gesegelt wird auf einer Dufour 530 (Baujahr 2024) ab Trogir, begleitet von mir als Skipper und Business Coaches. Segelerfahrung ist nicht notwendig.

Termin 2027

Status

14.5.–18.5.

ausgebucht

18.5.–22.5.

frei

22.5.–25.5.

auf Anfrage

25.5.–29.5.

frei

29.5.–1.6.

auf Anfrage

1.6.–4.6.

auf Anfrage

11.9.–24.9. (vier Wochen)

ausgebucht

Welche Experience passt zu dir?

  • LEADExperience: Führungsthemen mit Teilnehmenden aus einem oder mehreren Unternehmen.

  • TEAMExperience: Ein Führungsteam oder Bereich stärkt Zusammenarbeit, Vertrauen und Entscheidungskraft.

  • NETExperience: Unternehmerinnen und Führungskräfte aus verschiedenen Branchen betrachten wirtschaftliche und geopolitische Entwicklungen aus neuen Perspektiven.

  • SAILExperience: Für Führungskräfte mit Lust aufs Segeln, die FB2/FB3 bereits haben oder demnächst machen wollen.


Eine Bitte zum Schluss: Wartet nicht zu lange. Wir haben 2026 erlebt, wie Entscheidungen über Monate verschoben wurden, während Boote und Termine knapp wurden. Wer führt, entscheidet. Sonst entscheiden Wind und Wellen.

Meldet euch für eine Vormerkung oder ein erstes Gespräch über leadership-sailing.team/kontakt, per Mail an rk@robertkovar.com oder telefonisch unter +43 664 2511020. Alle Erfahrungsberichte findet ihr im Logbuch.

Ich freue mich auf DICH, euch an Bord.

Mast- und Schotbruch

Robert


 
 
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